Grafik: Hallenkühlung in vier Schritten: Frischluft zuführen, feuchte Luft abführen, Arbeitsplätze anströmen, mehrere Geräte kombinieren
Veröffentlicht von GoodCooling Team

Hallenkühlung in Österreich: So kühlen Sie Werkstatt und Lager

In Hallen, Werkstätten und Lagern wird es im Sommer schnell unangenehm: Große Dachflächen heizen auf, Tore stehen offen, und die Wärme staut sich. Eine klassische Klimaanlage ist dort selten wirtschaftlich, denn die gekühlte Luft entweicht, und die Räume sind groß. Verdunstungskühlung kann eine praktische Alternative sein, wenn man ihre Funktionsweise berücksichtigt.

Warum Hallen eine Sonderrolle haben

  • Große Volumina: Für Hallen mit Hunderten Quadratmetern wäre eine Klimaanlage aufwendig und teuer im Betrieb.
  • Offene Tore und Luftaustausch: Genau das, was eine Klimaanlage schwächt, hilft der Verdunstungskühlung, denn die zusätzliche Feuchtigkeit kann abziehen.
  • Arbeitsplätze statt Gesamtraum: Oft reicht es, Bereiche mit Dauerarbeitsplätzen gezielt zu entlasten, statt die ganze Halle zu kühlen.

So funktioniert Hallenkühlung mit Luftkühlern

Luftkühler saugen warme Luft an, führen sie über ein nasses Kühlpad und blasen sie gekühlt wieder aus. Die Grundlagen erklären wir im Beitrag Wie funktioniert ein Luftkühler?. In der Halle wirken zwei Effekte zusammen: Die Temperatur der Luft im Luftstrom sinkt, und die Luftbewegung verstärkt die gefühlte Kühlung am Körper.

Die richtige Aufstellung

  1. Frischluft zuführen: Öffnen Sie ein Tor oder Fenster auf der windzugewandten Seite, damit trockene Außenluft nachströmt.
  2. Feuchte Luft abführen: Eine Öffnung auf der Gegenseite oder ein Dachlüfter lässt die angereicherte Luft abziehen.
  3. Arbeitsplätze anströmen: Richten Sie den Luftstrom auf Bereiche, in denen dauerhaft gearbeitet wird.
  4. Mehrere Geräte kombinieren: Bei sehr großen Hallen können mehrere Geräte an verschiedenen Stellen sinnvoller sein als eines allein.
  5. Abstand und Hindernisse beachten: Regale und Maschinen können den Luftstrom blockieren.

Welche Geräte kommen infrage?

Für größere Flächen sind unsere Modelle GoodCooling Y20 und Y30 ausgelegt. Laut Datenblatt bieten beide eine Kühlfläche von 150 bis 250 m² und einen Stromverbrauch von 1,1 kW. Das Y20 hat einen Wassertank mit 300 Litern, das Y30 mit 130 Litern. Alle Modelle für Gewerbe und Industrie finden Sie unter Industrie & Großflächen und Gastronomie, Events & Werkstätten.

Grenzen, die Sie kennen sollten

  • Bei schwüler Witterung sinkt die Kühlwirkung, siehe Luftkühler und Luftfeuchtigkeit.
  • Ohne Luftaustausch steigt die Hallenfeuchte. Das kann empfindliche Materialien, Papier oder Metalloberflächen beeinträchtigen.
  • Eine feste Zieltemperatur lässt sich nicht garantieren.
  • Der Wasserverbrauch ist zu berücksichtigen. Das Y30 benötigt laut Datenblatt 12 bis 20 Liter pro Stunde.

Was kostet der Betrieb?

Das Datenblatt des Y30 nennt für zehn Betriebsstunden bei Volllast rund 1,65 € Strom (bei 1,1 kW, Berechnung laut Herstellerangabe). Weitere Beispiele zeigt unser Stromkosten-Vergleich und der Beitrag zur Amortisation. Weitere Anwendungsbeispiele finden Sie im Beitrag Industriehallen kühlen.

Häufige Fragen

Wie viele Geräte brauche ich für meine Halle?

Das hängt von Fläche, Deckenhöhe, Wärmequellen und davon ab, ob ganze Bereiche oder nur Arbeitsplätze gekühlt werden sollen. Wir beraten Sie gern, sprechen Sie uns an.

Kann ich eine Halle komplett auf eine Wunschtemperatur kühlen?

Nein, das ist mit Verdunstungskühlung nicht möglich. Sie senkt die gefühlte Temperatur und sorgt für Entlastung am Arbeitsplatz, ersetzt aber keine Klimatisierung auf Zieltemperatur.

Ist das gesetzlich vorgeschrieben?

Das hängt von der Tätigkeit ab. Die neue Hitzeschutzverordnung betrifft vor allem Arbeiten im Freien. Was das für Ihren Betrieb bedeutet, erklären wir im Beitrag Hitze am Arbeitsplatz.

Fazit

Für Werkstätten und Lager mit gutem Luftaustausch sind Luftkühler eine wirtschaftliche Möglichkeit, Mitarbeitende zu entlasten. Entscheidend sind die richtige Aufstellung und realistische Erwartungen. Vor einer Entscheidung lohnt ein kurzes Beratungsgespräch.

Quellen

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